Die wissenschaftliche Arbeit von Christopher Schopf adressiert die molekulare und morphologische Heterogenität des menschlichen Fettgewebes. Während subkutane und viszerale Depots bereits intensiv beforscht werden, liegt sein Fokus auf dem Vergleich dieser Gewebe mit anatomisch distinkten Arealen wie dem epiduralen Fettgewebe im Wirbelkanal. Die als spinale epidurale Lipomatose bezeichnete krankhafte Ausdehnung dieses Gewebes ist klinisch hochrelevant, in ihrer Pathophysiologie jedoch bisher kaum verstanden. Zur Untersuchung nutzt er einen kombinierten Ansatz aus radiologischer Bildgebung zur Erfassung der Gewebeausdehnung sowie hochauflösender 3D-Morphometrie und molekularbiologischen Analysen. Diese Verfahren ermöglichen eine detaillierte Charakterisierung und Gegenüberstellung entzündlicher sowie metabolischer Profile der verschiedenen Depots. In Kooperation mit der Wirbelsäulenchirurgie des Karl-Olga-Krankenhauses Stuttgart verfolgt er ein translationales Ziel und analysiert die Interaktion zwischen der lokalen Gewebebeschaffenheit und systemischen Stoffwechselstörungen, um deren Bedeutung für die gemeinsame Pathophysiologie aufzuzeigen.